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... Tätigkeit der neuen Situation nicht an, um seine Position zu wahren? Der Grund liegt im wachsenden Bedarf an Automobilen. Die Nachfrage nach diesem neuen Produkt ruft nach anderen Grössenordnungen als denjenigen des Karossiers, und niemand kann über Nacht wachsen. So übernimmt eine neue Industrie die Erzeugung der Automobile und errichtet dazu grosse Werkanlagen. Dem Karossier bleibt die Aufgabe, den Aufbau zu schaffen, der auf die bereits zur organischen Einheit verschmolzenen Fahrgestelle und Motoren aufgesetzt wird. Diese Aufgabenteilung erweist sich als sinnvoll. Der Fabrikant baut Fahrgestelle und Motoren in Serie, der gewerblich tätige Karossier schafft Einzelerzeugnisse. Denn kein Automobilist aus den Jahren vor 1910 gäbe sich mit einem Wagen zufrieden, der nicht wirklich der seine wäre, im Äusseren wie im Inneren, so wie seines Vaters Luxuskutsche im neunzehnten Jahrhundert. Der Karossier bleibt Meister der Eleganz, Spezialist des Komforts, Künstler im Detail. Er bewahrt, was ihm teuer war und ist, und er kann vermeiden, allzusehr zu wachsen. * * Es kommen die Jahre zwischen den zwei Weltkriegen und mit ihnen ein raketenhafter Aufstieg des Automobils. In diesem Aufschwung verliert die Einzelkarosserie ihre Berechtigung. Die Autoindustrie bemächtigt sich des bisherigen Tätigkeitsfeldes des Karossiers und belässt ihm fürderhin nur noch den «besonderen» ...
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