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... Ziel. Ebensowenig die gläserne Wüste der Gletscher. Die Alpenwelt blieb das Reich des Unheimlichen, Drohenden bis weit ins Mittelalter hinein. Es erschien als Frevelhaftigkeit, in dieses verwunschene Reich einzudringen. Erst im 17. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung, wurde der Banngebrochen, und mit der Romantik begann die Wallfahrt zu und auf die Berge. Jede Bergfahrt glich damals einer Expedition. Lange Trägerkolonnen schleppten Leitern, Seile, Beile, Pickel, Brennholz, Lebensmittel und selbstverständlich ein Fässlein Wein in die Höhe. Dann wurden Fussund Saumwege ausgebaut. Die Postkutschenromantik setzte ein. In mühseliger, holperiger und keineswegs gefahrloser Fahrt bezwangen Pferdegespanne die ersten Alpenpässe. Das Geisseiknallen des Kutschers auf seinem Hochsitz, die Posthornklänge und der Pferdeschweiss, vermengt mit dem Eindruck, den das Bild der Alpenwelt vermittelte, wirkten fast betäubend auf viele Reiselustige jener Epoche. Sie hatten Zeit, die Menschen jener Tage, suchten dieses Erlebnis und kosteten es aus. Das traf auch für die Pioniere unter den Automobilisten zu. Wer es damals wagte, seinen Wagen über eine der wenigen, mit Kalksteinen hergerichteten Alpenstrassen zu lenken, durfte nicht eilig sein. Wie nutzlos wäre es gewesen! Jede Fahrt bedeutete ein Abenteuer, dessen Ausgang völlig ungewiss war. Hält der Wagen durch oder nicht? Müssen ...
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