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... wenn sie sich in Bewegung setzt. Doch noch habe ich nicht verraten, aus welchem Grunde ich eigentlich passionierter Alpentourist geworden bin und bleibe. Es war meine erste Passfahrt. Wenige Tage zuvor hatte ich glücklich die Fahrprüfung bestanden. Sportlich, vor allem sportlich nahm ich den Berg in Angriff. Ich fühlte mich meiner Sache sicher, und der kleine Wagen stieg erstaunlich gut. Eigentlich geradezu verblüffend gut! Bald holte ich gar einen viel grössern und stärkern Wagen ein und hätte am liebsten gleich zum Überholmanöver angesetzt. Doch ein gewisser Respekt vor dem Stärkern Hess mich zögern. Musste ein Überholen nicht sozusagen als Anmassung empfunden werden ? Die höfliche Zurückhaltung war nicht von Dauer. Nach einem halben Dutzend Serpentinen kannte ich nur noch die Mentalität des Kurzbeinigen, der seine fehlende Länge mit Achselpolstern kompensiert. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit holte ich das Äusserste aus der in der Höhenluft kurzatmig gewordenen Maschine heraus, hupte kräftig und schob mich mit schlecht verstecktem Hochmut am grossen Konkurrenten vorbei. Es kostete mich, das heisst meinen kleinen Wagen, mehr Mühe, als ich geahnt hatte. Aber es glückte uns schliesslich, und wir kletterten mit letzter Kraft höher. Vom Gleissen des Gletschers zur Rechten, von den blühenden Alpenrosen über der Böschung, vom milchig schäumenden ...
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