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... Zu gross und zu unübersichtlich sind die Werke geworden, an deren Vollendung der Einzelne mitarbeitet. Seine Elle ist zu klein, um das Ganze zu ermessen, und seine Leistung verliert deshalb den Stempel seines eigenen Wesens. Darum trägt er in sich die Sehnsucht nach der goldenen Zeit, in welcher der homo faber, der werktätige Mensch, das Rüstzeug für die Eroberung der Welt schmiedete, ein Steinbeil haute, ein Floss zusammenfügte, das erste Rad meisselte, und der schliessüch nach Jahrtausenden, Stufe um Stufe erklimmend, in der eben versinkenden Epoche des Handwerks all die wundersamen Dinge herstellte, die sein Geist erdacht hatte. Den Gipfel seines Könnens erreichte der homo faber, als er als Einzelner Dinge herzustellen, zu fabrizieren, begann. Er schuf Werkzeuge, Maschinen, Automobile. Er wähnte sich in stetem Aufstieg und ahnte nicht, dass gerade die Vielfalt seines Könnens das Werk dem Einzelnen entwinden würde und immer mehr nach der eisernen Zucht der gemeinsamen Arbeit von vielen verlangte. Der homo oeconomkus von heute weiss das und leidet darunter. Er dürstet danach, dem unerbittlichen Rhythmus der ihm vorgeschriebenen Arbeit zu entfliehen und in seiner Freizeit, mit dem Werkzeug in der Hand, in sich selbst seinen Ahnen, den homo faber, wieder zu entdecken. Er selbst erlebt das köstliche Abenteuer des Suchens, des Irrens, des Findens und des steten ...
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