Es war im Januar 1992, als Volkswagen ein halbes Jahr nach dem Erscheinen der dritten Golf-Generation die Stufenheckversion Vento als Nachfolger des Jetta vorstellte. Die Limousine wies nicht nur eine hohe technische Übereinstimmung mit dem Golf aus, auch die Ausstattungstufen CL, GL und GT wurden direkt übernommen.
Die Automobil Revue berichtete in Ausgabe 3/1992 vom 23. Januar 1992:
"Der auf dem etwas verlängerten Unterbau mit 247,5 cm Radstand des in der Viermeterklasse konkurrierenden Golf basierende Vento ist 438 cm lang, 169,5 cm breit und 142,5 cm hoch und hat damit bei den Hauptabmessungen gegenüber dem Jetta nur minim zugelegt. Die Karosserieform mit abgesenkter Frontpartie und hochangesetztem Stufenheck entspricht zeitgenössischem Geschmacksempfinden, und die gleichzeitige Entwicklung mit dem Golf sorgt für eine harmonischere Linienführung als beim seinerzeit nachgeschobenen Jetta.
In der Frontansicht hebt sich der nur viertürig lieferbare Vento durch den markanter gezeichneten Kühlergrill und die Rechteckscheinwerfer deutlich vom Golf ab, das Fahrwerk mit Federbeinen und Dreieckquerlenkern vorne sowie einer Verbundlenker-Hinterachse hingegen findet sich in beiden Ausführungen. Die Topversion VR6 ist ferner mit Stabilisatoren an beiden Achsen versehen und verfügt auch über eine Vierrad-Scheibenbremse, während die übrigen Versionen hinten mit Trommelbremsen bestückt sind.”
Fünf verschiedene Motoren wurden angekündigt. Die Basis bildete ein 1781 cm3 grosser Vierzylinder mit 90 PS bei 5500 U/min. Etwas mehr Leistung bot der 1984 cm3 grosse Zweiliter-vierzylinder mit 115 PS bei 5400 U/min. Für Komfortbewusste und sportliche Naturen gab’s den 2792 cm3 grossen VR6-Motor mit 174 PS bei 5800 U/min. Und bei Sparfüchsen sorgten zwei Diesel mit 1896 und 64 oder 75 PS für Vortrieb.
Geschaltet wurde via manuelles Fünfganggetriebe, für einige Versionen war aber auch ein Vierstufen-Getriebeautomat im Angebot. Alle Varianten wurden übrigens mit Servolenkung und Staub-/Pollenfilter ausgerüstet. Auch Drehzahlmesser und geteilt umklappbare Rückbank waren serienmässig.
Während der VR6 über Breitreifen der Dimension 205/50 VR 15 verfügte, wurden die langsameren Varianten mit 185/60 HR 14 besohlt. Der Vento wurde bis im Juli 1998 in dieser Form gebaut und erfreute sich unter anderem in den USA – allerdings als Jetta – guter Nachfrage.
















































Kommentare