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Die Geschichte dieser Art von Fahrzeugen ist eng mit der Nachkriegsgeschichte Deutschlands verbunden, also vom Ende des 2. Weltkrieges bis zur Wirtschaftswunderzeit.
Die Herstellung von Automobilen war in Deutschland nach dem Krieg strengstens verboten. Der Treibstoff stand nur den Besatzungsmächten zu. Einzig die 1,7 Millionen Kriegsinvaliden kamen in den Genuss von gewissen Erleichterungen. Einfache Krankenfahrstühle oder Rollbretter durften in den zerbombten Fabrikhallen oder intakten Schuppen mit den spärlich vorhandenen Materialien gebaut werden. Der vormalige Messerschmitt-Konstukteur Fritz Fend erkannte das Bedürfnis schnell. Als 1947 der Bau von 60cm3-Motorrädern wieder gestattet wurde, fanden die Motoren bald auch den Weg in die primitiven Versehrten-Vehikel. Nach der Währungsreform 1948 gab es plötzlich besseres Material zu kaufen. Richtige Autos konnte sich kaum jemand leisten. Die Montagebänder der Vorkriegszeit waren unbrauchbar oder abgebaut. Der Traum vom verkleideten Motorrad (Kroboth nannte sein Mobil gar „Allwetterroller“) wurde erschwinglich. Die leichten Dreirad-Fahrzeuge, welche zum Kippen neigten, wurden ab 1955 mit zwei eng beieinanderliegenden Hinterrädern (Heinkel oder BMW) sicherer gemacht. Mit steigendem Wohlstand stiegen die Ansprüche auf kleine, aber richtige Autos mit vier Sitzen und einem Gepäckraum. Das Goggomobil von Glas, der Zündapp Janus, die verlängerte Isetta von BMW oder der Lloyd waren angesagt. Die Zeit der Bastler und ihren Nischenprodukten war vorbei. Die grossen Werke von VW, BMW, Opel oder Ford begannen mit günstigen, aber halbwegs ausgewachsenen Fahrzeugen den Markt zu erobern und verdrängten so bereits anfangs der 60-Jahre die Rollermobile vollends.
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