Am 12. und 13. Mai startete die Saar-Lor-Lux-Classique in Saarbrücken zu ihrer 23. Auflage. Die Teilnehmer nahmen eine 450 Kilometer lange, abwechslungsreiche Strecke durch das Saarland, Lothringen und Luxemburg unter die Räder. Um für jeden Fahrer-Typus etwas im Angebot zu haben, bot Organistor Wolfgang Heinz gleich drei Schwierigkeitsgrade an: "Experte", "Sport" und "Touring".
Die anspruchsvollste war die "Experten-Wertung" mit Chinesen-Bordbuch kilometriert und unkilometriert, Orientierungsaufgaben, reinen Sollzeitprüfungen, Tests, Durchfahrtskontrollen, Zeitkontrollen sowie unbesetzten Kontrollen. Deutlich leichter war es in der "Touring-Wertung" nach Bordbuch, leichten Kartenlesesaufgaben sowie Sollzeitprüfungen mit Durchfahrtskontrollen und Zeitkontrollen. "Sport" bot logischerweise von beidem etwas, ohne in die Extreme abzurutschen.
Nach dem Start in Saarbrücken machte sich der Rallye-Tross auf ins lothringische Saargemünd, wo der erste grössere Stopp in der Fussgängerzone anstand. Typisch französisch-unkompliziert wurde für jedes Auto von einer Polizistin kurzerhand der Verkehr gestoppt, so dass es direkt in die Fußgängerzone einfahren konnte. In einer grossen Schleife ging es dann weiter durchs Elsass (mit Stopp am Weltkulturerbe der Zitadelle von Bitche), den Pfälzer Wald (unter anderem über die ehemalige Wasgau-Bergrennstrecke), zurück ins Elsass, nochmal nach Lothringen und entlang der Saar bis schliesslich nach Saarbrücken.
Der zweite Rallye-Tag startete für die "Experten" und "Sportler" mit einer Doppelprüfung auf dem kleinen Sportflugplatz im saarländischen Düren. Erst mussten auf der Landebahn sowie dem schmalen Taxiway zwei Runden in Form einer Acht mit mehreren Sollzeitmessungen absolviert werden, danach noch ein sehr kurzer Slalom. Nach einer grössren Schleife durch das Nordsaarland querte das Feld kurz vor Mittag die Mosel über die Europabrücke zwischen dem saarländischen Perl und dem luxemburgischen Schengen. Für die meisten folgte das obligate Tanken und im Anschluss eine kleine Mittagspause in einem Weinkeller im benachbarten Remerschen. Zurück über die Europabrücke stand für den Nachmittag eine größere Schleife auf ruhigen Nebenstraßen und durch kleine Ortschaften in Lothringen an.
Am Ende gab es drei Siegerteams: Jörg Pöhlemann (seines Zeichens Gesamtsieger beim Revival der Olympia-Rallye im letzten Jahr) gewann zusammen mit seinem Beifahrer Fabian Mohr im Porsche 924 die Wertung der Experten. Bei den Sportlern hatten Georg Taffet und Kay Thomaschk im Alfa Romeo Alfetta GTV die Nase vorne. Den Sieg in Touring-Klasse sicherten sich die Schwestern Viktoria und Franziska Mayr in einem BMW 1600. Bei der Siegerehrung in der Bel Étage der Saarbrücker Spielbank gab es diesmal reichhaltige Fresskörbe mit regionalen Spezialitäten statt der sonst üblichen Pokale, was bei den Teilnehmern sehr gut ankam und hoffentlich bei anderen Veranstaltungen Nachahmung findet.



































































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