Die erste Ausgabe der diesjährigen Older Classics machte am 8. Mai 2022 einiges anders. Für die Teilnehmer spürbarste Änderung war die Verlegung der Zufahrt vom Nord- ans Südende des Areals, was für einige Verwirrung und ebensoviele Wendemanöver sorgte. Von dort aus wurde nicht wie bisher erst die "Flaniermeile" im Tal aufgefüllt, sondern zunächst der grosse Parkplatz im Süden. Erst als der Platz belegt war, durften sich Klassiker in der Gasse aufstellen.
Für viele Oldtimerbesitzer, die pünktlich um 9:00 angereist waren, fehlte deshalb ein typisches Element der Older Classics: nämlich das langsame Fahren durch die lange Gasse und die Zuschauer auf dem Weg zu einem Stellplatz. Umgekehrt bot sich den Gästen auf den Terrassen der Restaurants und Bistros im Tal eine deutlich reduziertere Klassiker-Parade, da ein Grossteil der Wagen schon früh "abgezweigt" wurde. Das fröhliche "Sehen-und-gesehen-werden" reduzierte sich also auf die letzten Ankömmlinge.
Doch wer sein Auto einmal abgestellt hatte, dem bot sich ein gewohntes Bild: Klassiker von 1915 bis 1995; italienische Kleinwagen, englische Roadster und amerikanische Limousinen; mal vollkommen originalgetreu, mal mehr, mal weniger stilsicher modifiziert.
Diese Vielfalt macht die Older Classics selbst im sommerlichen Monatsabstand immer wieder interessant. Dabei lassen sich von Ausgabe zu Ausgabe stets zufällig Häufungen eines bestimmten Typs beobachten.
Vergangenen Sonntag kamen auffällig viele BMW Dreier der Baureihe E30 ins Kemptthal, vom normalen 325 über Cabrios bis zu Alpina B6 und mehreren M3.
Ebenso waren Alfa Romeo Giulia und die Hüftschwung-Coupés von Opel – Rekord C und Commodore A – mehrfach vertreten.
Auch das seltene Bertone-Coupé Volvo 262 C fand sich gleich dreimal.
Pärchen gab es immerhin von Fiat Ritmo 125 TC Abarth, Jaguar E-Type Coupés der ersten Serie sowie vom Ford Thunderbird des Jahrgangs 1956.
Zu den Raritäten des Tages gehörten ein Porsche 356 B Hardtop sowie der einzige überlebende Fiat Panda Tennis, ein Schweizer Sondermodell von 1985 auf Basis des Panda 34.
Neu war auch die erhöhte "Sponsorenplattform", auf der mehrere gewerbliche Aussteller für ihre Betriebe warben und teils seltene Stücke wie einen viertürigen Volvo Amazon oder ein frühes Porsche-356-Cabriolet mit Knickscheibe zeigten.
Die Meinungen über das neue Zufahrtskonzept gingen unter den Teilnehmern auseinander. Während sich die einen darüber freuten, dass man nun deutlich kupplungsschonender und zügiger zu seinem Stellplatz kam, zeigten sich andere enttäuscht über das fehlende Bad in der Menge. Die nächste Older Classics wird am 12. Juni 2022 stattfinden. Vielleicht gibt es dann ja auch wieder eine Bratwurst. Dass die verlegte Einfahrt nun bekannt ist, dürfte zumindest die unfreiwilligen Gymkhana-Einlagen am Nordtor ein wenig reduzieren.
















































































































































































































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