Es waren perfekte Bedingungen für den diesjährigen Oldtimer- und Teilemarkt. Trockene Strassen, frühlingshafter Sonnenschein und Temperaturen, bei denen man auch gerne durch die Hallen des Forum Fribourg spazierte.
Seit 1976 gibt es den OTM, seit etwa 15 Jahren gastiert er an der Sprachgrenze in Fribourg, rund 35 km entfernt von Schweizer Hauptstadt Bern, wo er seinen Anfang nahm.
Über 20’000 Quadratmeter standen Händlern, Teileanbietern, Dienstleistern und Clubs am 19. und 20. März 2016 zur Verfügung, um sich zu präsentieren.
Viel Vorarbeit
Man sollte die Aufwände, die die Aussteller auf sich nehmen, nicht unterschätzen. Schon Monate vorher wird da überlegt, wie man sich am besten präsentieren könnte, wie man die Aufmerksamkeit der Besucher am besten erregt. Ideal sind natürlich seltene Fahrzeuge, aber auch Restaurierungsobjekte und halbfertiggestellte Autos und Motorräder werden von den enthusiastischen Oldtimer-Fans gerne betrachtet. Eine offene Motorhaube erzeugt sofort Neugier und schnell entspinnt sich ein tiefschürfendes Technikgespräch.
Ist der Stand konzipiert, wollen alle Komponenten zum Forum Fribourg gebracht werden. Händler, die gleich mehrere Fahrzeuge präsentieren wollen, organisieren Transportgelegenheiten und Helfer, die beim Beladen und Entladen helfen können. Anzubietende Teile wollen eingepackt und verfrachtet werden, dazu kommen Standaufbauten und Werbesujets, Kaffeemaschine und vieles mehr.
Trotz Stress und Schwierigkeiten schafften es die Aussteller auch dieses Jahr, fristgerecht am Samstag Morgen 09:00 bereit zu sein und die hereinströmende Besuchermenge zu begrüssen.
Zwei Sonderschauen
2016 organisierte der OTM zwei spezielle Ausstellungen.
Die eine war den Saurer Lastwagen gewidmet und zeigte verschiedene Exemplare, vom Feuerwehrauto bis zum Bier-Transporter.
Die zweite Sonderschau wurde anlässlich des 25-jährigen Todestages Jean Tinguelys diesem Künstler gewidmet und zeigte einen ehemaligen Formel-2-Wagen des Tinguely-Freundes Jo Siffert und einen Sportwagen, den der begabte Bildhauer und Maler Tinguely zusammen mit Paolo Vallorz auf der Basis eines Renault Heck R1064 im Jahr 1957 für den Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans 1958 aufbaute.
«Der Autosalon-Isartal ist seit 30 Jahren ihr erfahrener Partner für exklusive Fahrzeuge. Bei uns finden Sie neben einer großen Auswahl an jungen Sport- und Tourenwagen aller Marken insbesondere auch ein großes Angebot an hochwertigen Young- und Oldtimern.»
82065 Baierbrunn, Deutschland
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Ferrari, Bristol, Aston Martin, und weitere
Schöne und informative Clubstände
Einmal mehr zogen einen die Präsentationen der Clubs in ihren Bann.
Besonders die “Garage Amilar” zeugte von viel Zuneigung zu den Vorkriegssportwagen dieser französischen Marke.
Eindrücklich auch der Stand des Tatra-Registers, der neben zwei Fahrzeugen vor allem eine schier unendliche Informationsvielfalt, die bei Tatra nicht aufhörte, sondern auch noch Marken wie Walter behandelte, bot. Und wer nicht fündig wurde, konnte gleich noch einen der Spezialisten am Stand befragen.
Auch die BMW-Freunde hatten hübsche Autos mit und ohne Niere und mit Motoren von zwei bis acht Zylindern zusammengetrommelt. Leider war auch dieses Jahr die Beleuchtung eher schummrig.
Beim Swiss Car Register erinnerte man sich mit Monteverdi an Schweizer Fahrzeughersteller, mit einem Formel-Fahrzeug an Albert Rombaldi und Jean-Marie Giroud, die einen konkurrenzfähigen Eigenbau konzipierten, sowie mit einem Chrysler Valiant V200 von 1961 an die Zeit, als in der Schweiz (u.a. bei AMAG in Schinznach) noch Autos montiert wurden.
Rare Automobile
Seltene Fahrzeuge gab es allerdings nicht nur auf den Clubständen, sondern auch bei den Spezialisten. So zeigte die SIM AG neben interessanten Motorrädern einen Bizzarrini GT 1900 Europa, der Ende der Sechzigerjahre in knapp zwei Dutzend Exemplaren entstand. Die Mechanik stammte damals von Opel, die Karosserie bestand aus Kunststoff.
Christoph Grohe präsentierte zwei Vorkriegsfahrzeuge, einen Clement-Talbot 8/10 HP von 1910 und einen hübschen und patinierten Georges-Irat NDU von 1937. Mit Frontantrieb war gerade dieser sportliche Roadster ein Vorbote der Nachkriegszeit.
Rar geworden sind auch die Brot- und Butter-Autos vergangener Jahrzehnte. Und so betrachten heute die Oldtimerfreunde mit Begeisterung einen VW Golf GL der ersten Baureihe oder Fiat-Fahrzeuge der Sechziger- und Siebzigerjahre. Und natürlich durften auch die Cabriolets von Fiat, MG und Triumph nicht fehlen, wie zum Beispiel bei der Touring Garage in Form eines sehr schön erhaltenen Triumph Spitfire 1500 gezeigt.
Von Abarth bis Volvo und VW gab es eigentlich alles zu sehen, auch wenn die Zahl der gezeigten Fahrzeuge in anderen Jahren wohl etwas grösser war.
Unter Freunden
Vielen Ausstellern am OTM geht es weniger um’s Verkaufen als um das Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Dies funktionierte auch 2016 wieder hervorragend, auch wenn der eine oder andere von einem gefühlsmässigen Besucherrückgang sprach. Für die deutsch-welsche Verständigung jedenfalls ist der OTM Fribourg ein Segen und so die Stimmung war denn auch fröhlich und aufgeräumt.
A propos “aufgeräumt”: Am Sonntag um 17:00 setzte, kaum hatte der letzte Besucher die Hallen verlassen, das grosse Aufräumen ein. Fast noch schneller als der Aufbau erfolgte der Abbau und mancher Aussteller schaffte es noch fast bis zum Abendessen wieder nachhause. “Bis nächstes Jahr”, waren meist die letzten zugerufenen Worte und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass man sich auch 2017 wieder am OTM treffen wird.

















































































































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