Wie üblich war die auf 130 Starter limitierte Berg-Gleichmässigkeitsprüfung von Missen in das 2,1 km entfernte und 176 m höher gelegene Wiederhofen in kürzester Zeit ausgebucht. Den Löwenanteil der Teilnehmer stellte die sowohl quantitativ, wie qualitativ sehr gut aufgestellte Allgäuer Oldtimerszene bei ihrem ersten Heimspiel vor dem 30 km entfernten Oberjoch Bergpreis im Oktober. Ansonsten kamen die Starter aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Südtirol.
Zur Geschichte des Events. Bis 1982 gab es insgesamt sieben Bergrennen, mit deutschen und internationalen Prädikaten. Am Ende sogar mit dem im deutschen Motorsport wahrlich nicht so ganz unbekannten Johann Abt als Rennleiter. Nach 31 Jahren Zwangspause gelang dem Club „Allgäuer Motorsport-Freunde e.V.“ im Jahr 2003 ein Neuanfang in Form einer Gleichmässigkeitsprüfung. Diese wird alle zwei Jahre – von der Corona-Zwangspause abgesehen – ausgetragen.
Insgesamt fünfmal konnte der Berg erklommen werden. Nach zwei Trainingsläufen bei teilweise noch feuchter Strecke ging es bei drei Wertungsläufen darum, die jeweils vorher gesetzte Zeit möglichst genau zu wiederholen.
Der erste Wertungslauf lief noch komplett im Trockenen ab. Das hätte für den zweiten Lauf beinah ebenfalls noch funktioniert, doch dieser musste nach einem glimpflich verlaufenen Ausrutscher eines Gruppe C in der Startkurve zunächst unterbrochen werden.
Während der Zwangspause fing es dann an zu regnen, so dass die hohen Startnummern und die ca. 20 Motorräder/Gespanne bei Regen und nasser Piste fahren mussten. Weil man für jeden Lauf am Start einen Zettel mit der geplanten Sollzeit abgeben konnte, stellte die jetzt notgedrungene längere Fahrzeit allerdings keine unüberbrückbare Hürde für eine gute Wertung dar.
Am Ende siegten Wolfgang und Maximilian Müller in einer 1983er Porsche 911 SC mit 0,43 Sekunden Differenz. Die beiden hatten sich für den ersten Lauf eine 2:09er-Zeit gesetzt. Dann für die beiden „nassen Läufe“ jeweils eine 2:30er. Im ersten Lauf gab es mit 2:09:01 eine Abweichung von lediglich 0,01 Sekunden!
Platz zwei ging an das Duo Ulrich und Daniel Link in ihren TVR 3000M von 1976 und einer Abweichung von 0,52 Sekunden. Die Top 3 komplettierten Markus und Frank Attig mit einem Porsche 356 SC von 1964 und 0,94 Sekunden.
Die Damenwertung gewann Isabelle Britzelmayer, spontan assistiert von dem als Piloten verhinderten Christian Kofler (sein Opel Ascona war nicht fertig geworden) mit ihrem VW Golf Rallye aus dem Jahr 1989 und 2,49 Sekunden Differenz.









































































































































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