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  • Der Schweizer Rennwagenzauberer Edi Wyss (Buchbesprechung)

    Erstellt am 3. April 2020
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    McKlein Publishing (Repro Zwischengas/Daniel Reinhard) 
    (15)
    McKlein Publishing 
    (2)
     
    17 Fotogalerie

    "The Swiss Wiz" ist das Resultat eines neunstündigen Monologes von Edi Wyss. Er rapportierte Christoph Ditzler in diesen wenigen Stunden sein ganzes Leben. Ein Leben, das von vielen Erlebnissen mit Rennwagen und Rennfahrern geprägt ist.

    Als Rennmechaniker bei McLaren (GP Frankreich 1969) - Buch "The Swiss Wiz: Edi Wyss - Ein Leben mit Renn- und Sportwagen"
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing

    Zum Glück wurden all diese in ausführlicher Schweizer Präzision nun auf 300 tollen Seiten für die Ewigkeit festgehalten. Die Zeit, die Edi erleben durfte, kehrt leider nicht mehr zurück. Sie ist und bleibt tiefe Vergangenheit und kann ohne die paar wertvollen Bücher nicht für die Nachfahren erhalten werden. Es gibt ja schon tausende Rennbücher, doch alle erzählen einseitig dieselben Stories, wie jener dort in jenem Auto doch noch Weltmeister wurde, oder auch nicht.

    Viel spannender sind Geschichten aus dem Hintergrund, die zeigen, dass nicht immer alles so super toll vonstatten ging, wie man aus Sicht des Fernsehers glauben mag.

    Ein akribischer Sammler

    Aussergewöhnlich ist, dass Edi die grosse Gabe hatte, alles zu sammeln, was vielleicht mal interessant werden könnte. Ausser den Akkreditierungen und Team Hemden, vor allem das Abschiedsschreiben von McLaren, oder die Visitenkarte von Jo Siffert, der auf dessen Rückseite Edi die Vollmacht erteilte, sein gewonnenes Preisgeld entgegenzunehmen. Solche Anekdoten könnten auch so im Text erwähnt werden, doch mit dem Bild der originalen Visitenkarte ist die Nummer nicht nur glaubwürdiger, sondern auch wesentlich interessanter.

    Notizen - Buch "The Swiss Wiz: Edi Wyss - Ein Leben mit Renn- und Sportwagen"
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing (Repro Zwischengas/Daniel Reinhard)

    Das Buch fesselt den Leser komplett, nicht nur weil man den Edi kennt und auch schätzt. Nein sein Leben und seine Erlebnisse sind auch für all jene spannend und interessant, die den kleinen Schweizer mit seinem optischen Double Dustin Hoffman aus dem Film "Papillon" weder kennen, noch je getroffen haben.

    Vier Komponenten

    Das Buch ist in vier grosse Kapitel eingeteilt und im Layout gelungen nach Farben getrennt. Grün beschreibt seine "Lehrjahre im Schweizer Rennsport", orange passend zu McLaren die "Wanderjahre als Rennmechaniker", blau die "Erfahrungen als Rennwagenbauer" und rot das "Unternehmen Edi Wyss Engineering".  

    CanAm - Buch "The Swiss Wiz: Edi Wyss - Ein Leben mit Renn- und Sportwagen"
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing (Repro Zwischengas/Daniel Reinhard)

    Es ist absolut faszinierend, wieviel der Edi zu jedem einzelnen Kapitel noch heute bis ins kleinste Detail zu erzählen weiss, ohne je Tagebuch geführt zu haben. Als einzige Hilfe dienten ihm seine gesammelten Terminkalender.

    Vom Anfang bis zum Ende durchlesen

    Bei diesem Buch macht es nun wirklich wenig Sinn, einzelne Episoden zu erläutern, man muss es wirklich Seite für Seite durchgehen, dann erhält man einen komplett anderen Blick auf die goldenen Jahre des Motorsports, egal ob F1, Indy-Car oder CanAm, alles aus der Sicht eines Mechanikers und Rennwagenbauers. "Ich glaube, jeder Automechaniker will irgendwann sein eigenes Auto bauen, dieser Wunsch war bei mir sehr ausgeprägt. Nachdem erste Anläufe mit Huron und Tecno eher abenteuerlich endeten oder Episoden blieben, hat es mir Peter Sauber in der kurzen Zeit 1974/75 bei ihm ermöglicht, einen Rennsportwagen weitgehend nach meinen eigenen Vorstellungen zu bauen", meint Edi.

    Blick unter die Hüllen - Buch "The Swiss Wiz: Edi Wyss - Ein Leben mit Renn- und Sportwagen"
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing (Repro Zwischengas/Daniel Reinhard)

    Und wer jetzt noch mehr wissen will, kauft sich das Buch und beginnt auf Seite 1 mit Edis erstem Auto, dem zerknüllten Fiat Abarth Monomille S/N 1128084 … geht mit ihm nach England zu McLaren in die F1 und CanAm … erlebt, wie er mit Jo Siffert am CanAm Porsche 917/10 schraubte … oder geniesst mit dem "Chief Mechanic" wieder zurück bei McLaren die Indy-Car-Serie von 1972 …  und erlebt zum Schluss noch den Aufbau der Firma "Edi Wyss Engineering", wo Autos wie der Ferrari 312P S/N 0872 ein zweites Leben erhalten!

    Einband - Buch "The Swiss Wiz: Edi Wyss - Ein Leben mit Renn- und Sportwagen"
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing (Repro Zwischengas/Daniel Reinhard)

    EUR 79.90, respektive CHF 85.00 sind kein Pappenstiel, aber selten erhielt man dafür soviel Informationen, Hintergründe und Bilder, die neu sind und wirklich interessant!

    Bibliografische Angaben

    Alle 17 Bilder zu diesem Artikel

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    Quelle:

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