Stimmt die Definition des Sportwagens noch?
Zusammenfassung
Vielleicht müßte es heißen: Gibt es den „klassischen“ Sportwagen noch? Im motorsportlichen Wettbewerb ist die konventionelle Bauweise – Motor vorn, Antrieb hinten – Mitte der Siebzigerjahre kaum mehr vertreten. Hilmar Schmitt verfolgt die Spuren einer Gretchenfrage aus der Perspektive der Siebzigerjahre.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Den konventionellen Sportwagen gibt es kaum noch.
- Stimmt die Definition des Sportwagens noch?
- Mittelmotor-Problem: ein vernünftiges Mehr an Platz.
- Mittelmotor-Sportwagen sind up to date.
- Hat der konventionelle Sportwagen eine Zukunft?
- Fassen wir zusammen:
Geschätzte Lesedauer: 15min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Zunächst: Den Begriff „Sportwagen“ vermag kaum jemand klar und eindeutig zu definieren. Man mag den reinen Wettbewerbswagen, der nur und ausschließlich auf der Rennpiste eingesetzt wird, dazu zählen - aber wo hört der Sportwagen auf, fängt der Rennwagen an? Man rechnet den frisierten oder auch unfrisierten, weil ab Werk „sportlich“ ausgelegten Tourenwagen (Limousine, viertürig, mit Klimaanlage, Quadrophonie und Liegesitzen) dazu, und dazwischen gibt es unzählige Kompromisse. Es mag leichter gewesen sein, hier klarere Linien zu ziehen, als man mit einem SSK sowohl - als Herrenfahrer im früheren Sinne - auf der Landstraße nach Dresden fuhr als auch ein Rennen um den Ulster Grand Prix bestritt. Einen Ur-Sportwagen hat es nicht gegeben. Kleine und kleinste Autos, Cycle Cars, Voituretten wurden irgendwann sportwagenlike, große, schwere Fahrzeuge maßen sich in sportlichen Wettbewerben von der ersten Stunde ihrer Existenz an. Das hat sich bis heute nicht geändert. Jeder Mini ist ein Sportwagen, wenn man ihn dazu machen will (und das haben zahllose Rallyesiege bewiesen), aber auch jeder VW-Käfer kann ein Sportwagen sein. Früher schraubte man Lampen, Kotflügel, ja, die halbe Karosserie ab und hatte das Serienauto zum Sportwagen - sprich: Wettbewerbswagen - gemacht.
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