Carosserie Gläser – der Cabrioletbauer aus Dresden
Zusammenfassung
Vor bald 120 Jahren karossierte die Dresdner Firma Heinrich Gläser zum ersten Mal ein Automobil, Wilhelm Maybachs zukunftsweisenden Mercedes. Dass man gleich an der Spitze der noch jungen Auto-Industrie mitmischte kam nicht von ungefähr, schliesslich hatte das 1894 gegründete Unternehmen als “Königlich sächsischer Hofwagenbauer” die Herrscher-Dynastie mit Kutschen und Schlitten beliefert. Zeit ihrer Existenz hatte die Edel-Firma Gläser mit den Widrigkeiten des frühen zwanzigsten Jahrhunderts zu kämpfen, sie überstand den frühen Tod des Firmengründers sowie beide Weltkriege und setzte noch dem Porsche 356 Hauben auf… Dieser Artikel erzählt die Geschichte eines der bedeutendsten deutschen Herstellers sportlich-eleganter Karosserien und zeigt einige der Autos im Bild.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Die erste Automobilkarosserie
- Blech über Holzskeletten
- Cabriolet mit Hardtop
- Innovationen
- Mit der Zeit gehend
- Neuanfang
- Noch ein Krieg und Porsche-Cabriolet-Karosserien
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Firma Heinrich Gläser wurde 1864 in Dresden gegründet. Heinrich Gläser – geboren 1831, gestorben 1902 – war von Beruf Sattler. Ursprünglich stellte die Firma Kutschen und Schlitten her; zu ihren Kunden gehörte der sächsische Hof. Gläser war „Königlich sächsischer Hofwagenbauer“, eine Tatsache, die noch im späteren Firmenzeichen ihren Ausdruck fand. Der kleine Betrieb befand sich in der Rampischen Straße in Dresden. Die von anderen Handwerkern – wir würden heute „Vorlieferanten“ sagen – angefertigten Rohbauten wurden dort gepolstert und lackiert. Der Betrieb in der Rampischen Straße sollte auch später die „Fertigmacherei“ bleiben.Zu den Herstellern der Rohbauten gehörte Friedrich August Emil Heuer, ein Hufschmied und Wagenbauer, der seit 1885 mit seinem Bruder einen selbständigen Handwerksbetrieb in Radeberg, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Dresden, leitete.
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