Ansaldo 1919–1936 - von der Waffenproduktion zu Rennsiegen mit Tazio Nuvolari
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Ansaldo, die von 1919 bis 1936 Fahrzeuge produzierte. Ansaldo hatte wie viele andere Automarken ihren Ursprung im Umfeld der Waffenfabrikation. Um zu diverisifizieren startete man die Autoproduktion und zielte auf exklusive Marken wie Lancia. Mit technischen Sonderleistungen wie der oben liebenden Nockenwelle sprach man anspruchsvolle Kunden an. Mit der Wirtschaftskrise geriet die SA Automobili Ansaldo tief in die roten Zahlen und musste umstrukturiert werden. Im Jahre 1936 war dann Schluss.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Auffallend viele Automarken hatten ihren Ursprung im bescheidenen Fahrradhandel. Etliche andere wurden hingegen im Sinne einer Diversifikation von Waffenfabriken ins Leben gerufen. Dazu zählten FN in Belgien, Hotchkiss in Frankreich, Martini in der Schweiz, Simson in Deutschland, Steyr in Österreich sowie Ansaldo in Italien. Der Industriekonzern Ansaldo in Genua hatte 1919 in Turin eigens eine Automobilfabrik gegründet. Dort begab man sich aber nicht in Konkurrenz zum Massenhersteller Fiat, sondern eher zur exklusiven Marke Lancia. Ähnlich wie diese bot Ansaldo technische Sonderleistungen, so etwa eine oben liegende Nockenwelle, und sprach eine anspruchsvolle Klientel an. Zu den Vierzylindern kamen ab 1923 Sechszylindermotoren, doch auch sie blieben bis 1927 unter 2 Liter Hubraum. In dieser Klasse erzielte die Marke mit den gekreuzten Kanonenrohren im Logo vielbeachtete Rennsiege, und zu ihren Fahrern zählte kein Geringerer als der berühmte Tazio Nuvolari.







































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