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... wieder zu größtmöglicher Beweglichkeit zu erziehen. Die Versuche werden mit allmählich steigender Anforderung an die Tätigkeit der Muskeln schon vor der vollständigen Heilung vorgenommen und erst bei starker Ermüdung oder heftigem Schmerzgefühl abgebrochen. Zur Kräftigung der oberen und unteren Gliedmaßen erfand Prof. A m a r eine ebenso einfache wie sinnreiche Vorrichtung, die aus einem Fahrradgestell besteht. An Stelle des Hinterrades befindet sich eine lose Riemenscheibe von etwa 36 kg Gewicht, über die ein Stahlband läuft, das auf der einen Seite durch eine Schale mit Gewichten beschwert und an der andern mit einem Zugdynamometer befestigt ist. Anstatt des Vorderrades ist ein mit einem Griff versehenes Handrad angebracht. Handelt es sich nun um die Kräftigung eines Armstumpfes, so wird dieser an dem Handrade festgemacht, was der Verletzte, indem er auf dem Sattel des Rades sitzt, durch Treten mit dem Fuß in Drehung versetzt. Bei einem Beinamputierten wird der Beinstumpf mit dem Fußtritt verbunden, und die Hand sorgt durch Betätigung des Handrades für Bewegung. Auf diese Weise werden die Gliedstümpfe zu regelmäßigen Bewegungen gezwungen, die durch ein Metronom gemessen und reguliert werden. Diese Vorrichtung kann, wie Prof. A m a r berichtet, bei etwa zweimonatiger Übung dem Verletzten die durch wochenlange Untätigkeit verlorengegangene ...
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