Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Vergleich zur Leistung, die Materazzi für die Evoluzione-Version herauskitzelt, wirken die 394 PS des GTO fast schon zahm. Bis rund 3000 Umdrehungen gleicht das tiefe Grollen des Motors einem heraufziehenden Sturm; nach und nach vermischt mit dem Sound der immer größeren Mengen Ansaugluft. Dann setzen die Turbos ein, der GTO geht kurz in die Hocke, und ab geht’s auf einer bis 7000 U/min reichenden Ladedruckwelle. Packen die Hinterreifen jetzt warmen, trockenen Asphalt, wird die geballte Power optimal umgesetzt. Als ich zum ersten Mal einen GTO fuhr, hatten wir auch einen Enzo dabei. Auf der kurvigen, aber schnellen walisischen Landstraße fiel der Enzo zurück, weil er mit dem Unterboden immer wieder aufsetzte. Für mich zementierte der 288 an diesem Tag seinen Heldenstatus. Ihn musste Ferrari erst bauen, um unser nächstes Modell, den Evoluzione, homologieren zu können. Nach dem vorzeitigen Ende der Gruppe B wurden bei Ferrari die Arbeiten am Evoluzione gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt gab es drei Exemplare, zwei komplett neu aufgebaute und einen dritten auf Basis eines 288 GTO. Michelotto baute später für bevorzugte Kunden noch drei weitere Exemplare – unseres ist das erste aus diesem Trio. Es scheint ungewöhnlich, aber Ferrari hatte tatsächlich vor, den GTO bei Rallyes einzusetzen. Materazzi entwickelte einen 550 PS starken Motor, der seinen ...
Kommentare