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... die Glührohrzündung Bei den ersten schnellaufenden Daim ler-Motoren lag das Glührohr zwischen Einund Auslassventil (Bild 4). So lag vor dem Ende der Verdichtung bei der Mündung des Glührohrs möglichst rei nes Gemisch, was die ungehinderte Aus breitung der Flamme begünstigen sollte. Im Glührohr blieben stets, durch den kleinen Durchmesser bedingt, Abgase zurück. Beim Verdichtungshub trieb der Kolben das Gemisch so in das Glührohr hinein, dass zuerst die Abgase zusam mengedrückt wurden und erst im obe ren Totpunkt des Kolbens auch das fri sche Gemisch die Zündzone im Glüh rohr erreichte. Die Zündung funktio nierte aber nur dann, wenn das Glüh rohr dauernd von aussen erhitzt wurde. Den Zündpunkt konnte man zwar nicht steuern, aber sonst arbeitete dieses Sy stem zuverlässig und wurde auch bei den späteren Daimler-Autos bis 1898 beibehalten. Die ersten Daimler-Auto mobilmotoren arbeiteten im Dauerbe trieb mit Drehzahlen bis 720/min. Mitte der neunziger Jahre erreichten sie be reits mehr als 1000/min. Carl Benz verwendete 1885 in seinem er sten Automobil einen Viertaktmotor mit einer Leistung von rund 0,8PS bei 300/min. Als Zündanlage diente ihm, ähnlich wie beim Lenoir-Motor, die Summerzündung, jedoch mit einer ab geänderten Steuerung des Sekundär stroms. Der Sekundärstromkreis blieb bis kurz vor dem Ende des Verdich tungshubes kurzgeschlossen. Erst dann öffnete ein Nocken den ...
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