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... formschöne Nardi- Lenkrad gehört zur Serien ausstattung Ächzend öffnet sich die schwere Beifahrertür und sackt eine Handbreit nacli unten. Kräf tig zuknallen“, begrüßt Hofmann seinen Passagier zur ersehnten Probefahrt. „Quiietsch-T schonk“ macht die widerspenstige Tür, der Motor grummelt gelassen. Vor dem Automatik-Wähl hebel leuchtet das rote Lämp chen einer Alarmanlage - eine Attrappe. Bei genauer Betrach tung des Armaturenbretts er kennt man, dass die dünne Walnussholz-Beschichtung sich an einigen Stellen wie eine al te Schuhsohle durchbiegt. Das Blattgold blättert an Knöpfen und Einfassungen allmählich ab. Hofmann hält daher stets eine Tube Klebstoff parat, um wenigstens das zu retten, was vom neuseeländischen Lamm fell nicht geschluckt wurde. Der Stutz bewegt sich durch den dichten Stadtverkehr wie ein alter Starrachsen-Pontiac, dessen Kofferraum zur Kom fortverbesserung mit Beton ausgegossen wurde: weich wie Lenor-Wäsche. schaukelnd wie ein Karussellpferd, agil wie ein Öltanker. Und er schwitzt: Der Tem peraturzeiger zittert über die handgemalten Zahlen auf gol denem Grund in Richtung Hit zekollaps. Doch der Stutz-Pilot bleibt gelassen, stellt im Stoppandgo-Verkehr der Baustelle Berlin die Heizung auf Ma ximum und schont damit we der seinen Passagier noch das klimaempfindliche Blattgold. Aber Hofmanns Vertrauen in die ...
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