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... schaften ist Arbeits zeitverkürzung in Form der 35 Stunden-Woche der einzig richtige Weg. Für die Unter nehmer bedeutet diese da gegen einen weite ren Wettbewerbsnachteil und noch härteren Zwang zur Rationalisierung. In der Tat sind die deutschen Autowerker heute schon Weltmeister, allerdings Welt meister im Nichtstun. Weniger als 1500 Stunden pro Jahr stehen sie am Fließband. Ihre härtesten Konkurrenten, die Japaner, arbeiten mit 2332 Jahresstunden über 50 Prozent mehr. Und die zweite gelbe Gefahr der Bran che, die Koreaner, schaffen im selben Zeitraum gar 3000 Stunden. Umgekehrt proportional zur aufge brachten Arbeitszeit liegen allerdings die Löh ne: In Deutschland werden rund 36 Mark pro Stunde vergütet, in Japan sind es 30 Mark und in Korea 3,60 Mark. Noch schlimmer ist, was mit den infolge der Arbeitszeitverkürzung anfallenden Frei schichten schon bisher passiert. Die Volkswa gen AG beispielsweise hatte vom 23.12.1987 bis 11.1.1988 das gesamte Werk ge schlossen. Angesichts solcher Vergeu dung von investiertem Kapital wird selbst der zurückhaltendste Japaner seiner Heiter keit kaum Herr. Wie man sich überhaupt fragen muß, warum ausgerechnet die kapitalin tensive Automobiündustrie nicht, wie andere Industriezweige auch, rund um die Uhr oder wenigstens an Wochenenden arbeiten soll. Die deutsche Lufthansa wäre längst plei te, würde sie ...
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