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... in der hintersten Ecke des Au tound Technik-Museums in Sins heim. Dort wartet sie, chromblitzend, protzig und überdi mensioniert auf den Tag, da sich der Käfig öffnet; ein Fremd körper unter ihres gleichen. mühevoller Handarbeit efertigt; wie verstaubte westliche Prospekte noch jetzt im klaren Licht der Neu zeit verraten, „der größte Wagen, den jedermann in Rußland kaufen kann, so er das Geld dazu hat“. NurderZIL war immer ein biß chen nobler, denn er war den Spitzenfunktio nären Vorbehal ten, solange ihre Karriere unge brochen war. Aber den ZIL konnte man als Bürger nie für Geld kaufen. Russischen Prunklimousinen geht es in der Emigration wie einst jüdischen Literaten: Sie bleiben Fremdlinge der Masurischen Seenplatte stammt, ist heute schwerlich feststellbar. Genug also der Vergangenheitsfor schung - befreien wir die Möwe aus ihrem musealen Gehege. Entlassen wir sie ins winterliche Revier des Kraichgaus. Soll sie sich, die kalte Luft eines sibirischen Hochdruckgebiets im Vierfachvergaser, fühlen wie damals, als die Weite der Tai ga unter ihr lag. Denn es sind die ver schlungenen Pfade des ewig rätselhaften Schicksals, die Emi granten in die düste ren Winkel der Hi storieverbannen. Russischen Prunk limousinen geht es da ebenso wie einst jüdischen Literaten. Dabei war sie mal wer: Gospodina Tschaika sozusagen, in den ...
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