Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Umschu lungsprogrammen zu helfen, hält er für „blanken Zynis mus“. Herzog: „Unsere Mit arbeiter sind ja schon qualifi zierte Fachkräfte.“ Und der Betriebsratschef weiter: „Die Region liegt am Boden, wo sollen die Leute denn ar beiten?“ Die große Hoffnung heißt Opel. 2600 Arbeiter sollen ab Herbst 1992, wenn in Eise nach die Montage des Corsa und des Kadett-Nachfolgers Astra startet, im neuen Werk Unterkommen. Nicht zuletzt „wegen des guten Fachar beiterpotentials“ hatte sich Opel-Chef Louis Hughes für die Produktion auf dem Bo den der ehemaligen DDR entschieden. „So lange“, fürchtet Herzog, „warten die Wartburg-Arbeiter aber nicht. Die besten werden in den Westen gehen.“ Die Abwanderung der fä higsten Köpfe droht nicht nur in Eisenach. Einige Mitarbei ter des Trabant-Werks, zwei Autostunden weiter östlich in Zwickau gelegen, sind in ih ren knatternden Zweitaktern nach Eisenach zur Autobahn blockade gekommen. Sie wollen den Wartburg-Kolle gen ihre Solidarität ausdrükken. Denn die 8800 Trabi- Werker stehen selbst kaum besser da. „Die Auftragslage“, sagt Sachsenring-Sprecher Fred Bärbock, „ist zur Zeit gar nicht gut.“ Hoffnung keimt da kaum auf. „Es kann sein“, meint Betriebsrat Rolf Schmutzler, daß wir im Fe bruar die Produktion dicht machen müssen.“ Neue Arbeitsplätze für die Sachsenring-Werker bie tet VW, wo bis zum Jahresen ...
Kommentare