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... Zwei Bühnen stehen hier - eine Hebebühne und eine Showbühne, eher ein kleines Podest. Darauf ein Schlagzeug. Das Werkzeug ist ordentlich weggeräumt, ein Mischpult steht an der Seite, von der Decke hängen Discolichter und Gitarren. Alles blitzt vor Sauberkeit. Der Hausherr legt Wert da rauf. „Ich fühle mich in Werkstätten nicht wohl, wo alles rumliegt und es dreckig ist. Solche Läden sind nicht gut geführt.“ Sein Laden ist gut geführt und in der Szene auch über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Man weiß, dass hier geschraubt wird und musiziert - italienische Schlager. Hier wird gekocht und gefeiert, mindestens einmal in der Woche. Schuld waren die Beatles 1971 kommt Luciano nach Deutschland. In Italien hat er bei Ferrari gelernt. Blech kosmetiker, wie er es nennt. Aber er ist auch Musiker, spielt Gitarre in einer Band und singt. Sein großer Traum: die Beatles ken nenlernen. Er macht sich auf nach London, doch in Hamburg ist Schluss. Das Geld ist ihm ausgegangen, als er eine Band aus der Heimat kennenlernt. „Ich saß am Bahnhof und spielte ein italienisches Lied auf der Gitarre - ich wollte ein paar Mark verdie nen.“ Leise, fast flüsternd intoniert er ein paar Takte. Wie der Zufall es will, suchen die Italie ner einen Gitarristen. Für zwei, drei Jahre ziehen sie durch die Hamburger Clubszene, treten auch als Vorband der damals popu lären ...
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