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... seine Vorteile sich in Nachteile verwandeln. Doch gibt es zum Glück Landstriche genug, in denen das Auto nicht nur gelitten, sondern sogar geschätzt und anerkannt wird. Auch die schlimmsten Auto verächter, das ist gut zu wissen, können letztlich nicht auf die Segnungen verzichten, die der so sehr geschmähte Gegenstand verbreitet. So sollte man das Autoangebot im Herbst 1971, wie es in diesem Heft vorgestellt wird, ganz ungeniert betrachten: wenn nötig mit Enthusiasmus, doch keinesfalls mit schlechtem Gewissen. Das Auto von heute braucht sich ebensowenig zu verstecken wie sein Käufer sich schämen muß. Die Wagen aus deutscher Fertigung sind sicherer, als sie es je waren, die meisten von ihnen sind technisch auf der Höhe der Zeit, sie können sich äußerlich ebenso sehen lassen wie, im großen Schnitt, mit ihrer Fertigungsqualität. Mit dem neuen Modelljahr beginnt die erste Stufe der Abgasentgiftung, zu einer Zeit, in der viele Industriebetriebe und Millionen von Heizungskaminen die Luft noch ungehindert verpesten dürfen. Der Autofahrer, der alle Verbesserungen bezahlen muß und sie auch gern bezahlt, braucht sich nichts vorzuwerfen — und so ist es auch legitim, daß er sich gerade jetzt die Freude am Auto nicht verderben lassen will. Gewiß fällt es ihm inzwischen schwer, für das Auto generell noch die gleiche naive Begeisterung aufzubringen wie vor zwanzig ...
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