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... die Räder an der Fahrbahn zu kleben, dann drängt das Heck nach außen. Unbedingt auf dem Gas bleiben, nicht bremsen - dann stabilisiert sich die Fuhre. Wer das Auto im Griff hat, erlebt eine ungeahnt hohe Querbeschleunigung und darf sich an Zwischenspurteinlagen der brachialen Sorte berau schen. Der Motor lärmt scheinbar völlig ungedämmt von hinten her, was Langstreckenfahrten zur Tortur machen dürfte. An den Einbau eines Radios sollte man gar nicht erst denken. Es soll aber Kunden geben, die sogar mit der Installation eines Navigationsgeräts liebäu geln. Hätte Melkus gedurft, wie er wollte, wäre auch die Längsbe schleunigung viel besser ausgefal len. Die allgegenwärtige Mangel wirtschaft verhinderte alle Evolutionsbestrebungen. We nigstens einige Rennausführungen bekamen aufgebohrte Wartburg-Motoren, die bis zu 110 PS erreichten. Zwei Autos wurden seinerzeit sogar mit starken Viertaktern ausgestattet. Versuche mit einem V6 auf Basis von zwei Dreizylindem zerschlugen sich indes - in Westdeutschland hatte es zu DKW-Zeiten ähnliche Bestrebungen mit dem so genann ten Müller-Andernach-Motor gegeben. Erst ein Privatmann in Thüringen hat den Melkus-V6 mittlerweile zum Lau fen gebracht. Die Neuauflage des RS 1000 bleibt beim 70-PS-Zweitakter, sie soll genauso sein wie damals - „mit allen Macken“, wie der Firmenchef einräumt. Denn längst arbeiten die ...
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