Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... MULSANNE BEMÄN TELT SEINE PFUNDE NICHT. ER WUCHERT DAMIT“ Neuzeit vollzogen. Hinter den Kulissen wuseln Bits und Bytes, obgleich die Szenerie beständig analog bleibt - zu mindest, wenn man den Bildschirm hinter seinem elektrisch betätigten Wurzelholzportal verschwinden lässt. Mechanik wie diese verkörpert den Geist des Manufactum-Versands („Es gibt sie noch, die guten Dinge“), verspricht lange Le bensdauer. Klassikergarantie liefert der Mulsanne serien mäßig, trägt schon neu die Aura einer Antiquität, wird schnell zum guten, alten Stück und zum Teil der Familien tradition. Ein Auto für den Epochenbestand. Beim Anblick des Mulsanne stellt man nicht gerade den Bezug zum namensgebenden Dorf an der Le Mans-Strecke her, deren berühmter Rechtsknick viele Ausbremsmanöver erlebt hat. Hier würde der Koloss kein Duell gewinnen, eher auf der anschließenden Geraden, wenn das Drehmoment - untermalt vom großflächigen Grollen - aufbrandet. Der Sechsdreiviertel-Liter zitiert das V8-Motiv ohne einschüch terndes Donnerwetter, das wäre zu gewöhnlich und für einen sittsamen älteren Herren unangemessen - schließlich geht der Achtzylinder auf das Jahr 1959 zurück. Er meidet den angestrengt klingenden Bereich, verrichtet trotzdem kolos sale Taten, wenn die beiden Mitsubishi-Lader 0,7 bar Über druck in die Brennräume schieben. Damit kann der Mul sanne seinen schweren Leib ...
Kommentare