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... in der Sahara in unerreichbar weiter Ferne. Der kaum wärmeisolierte Biturbo-Dieselmotor strahlt Hitze ab wie ein rotglühender Kanonenofen. Helm samt Sturmhaube, dicker Rennanzug (Warum bloß wurde der Overall seinerzeit ausge rechnet in hitzespeicherndem Schwarz bestellt?), polartaugliche Nomex-Strick handschuhe und dazu ein krachenger Schalensitz - auch dies schmälert das Wohlbefinden des Chauffeurs er heblich. Natürlich ist der Dakar-Mini nicht als Luxussänfte für verzärtelte arabische Wüstensöhne gedacht, die entspannt und angenehm temperiert auf Falkenjagd gehen wollen. Dieses Auto ist für hartgesottene Sports leute, die nach dem ganz großen Ziel streben, dem Sieg bei der wüstesten aller Rallyes, der mehr als 9000 Kilometer langen „Dakar“. Da heißt es eben Kom promisse einzugehen. Und fleißig zu trainieren. „Ich fahre daheim in der Sau na auf dem Ergometer“, sagt Stephane Peterhansel, Quandts Starfahrer. Er staunte Gesichter. „Nein, nein, war nur ein kleiner Scherz“, grinst der Franzose nach einer Kunstpause. „Während der Rallye trinke ich bis zu acht Liter am Tag.“ Das ist kein Scherz. Mit neun Gesamtsiegen - sechs auf dem Motorrad, drei im Mitsubishi-Pro totyp - hat der 46-Jährige seinen Thron im Dakar-Olymp schon längst sicher. Doch Peterhansels letzter Triumph liegt bereits fünf Jahre zurück. Höchste Zeit also für Sieg Nummer ...
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