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... Knautschzone in die Automobilgeschichte einging, und sein Kollege Paul Bracq hatten dem neuen Cabriolet ausserdem einen Hauch von automobilem Feng-Shui verpasst: ein nach innen gewölbtes Hardtop. Es bot nicht nur eine gegenüber dem Vorgängermodell 190 SL um 40 Prozent vergrösserte Glasfl äche und entsprechend verbesserte Sicht, wenn es aufgesetzt war, sondern brachte dem W113 auch seinen Übernamen. Die Wölbung des Aufsetzdaches erinnerte an asiatische Tempelbauten. Von Anfang an wurde das neue Modell im Volksmund Pagode genannt. Im Dezember 1966 wurde die Pagode als 250 SL mit einem 2,5-l-Motor ausgestattet, der zwar gleich viele PS, aber mit 216 Nm ein deutlich verbessertes Drehmoment als sein Vorgänger aufwies. Ein Jahr später folgte mit dem 280 SL bereits eine weitere Leistungssteigerung, die mit 170 PS und 244 Nm Drehmoment gemäss dem Tester der Automobil Revue dem «Daimlerschen Coupé die nunmehr voll befriedigende Rasse» verlieh. «Ein Sportwagen für Edelbürger», kam er zum Schluss, umgeben von einer «Aura von geradezu aufreizender Solidität». Diese äussert sich auch in neuen Sicherheitsmerkmalen wie Pralltopfl enkrad und Sicherheitslenksäule, Verbesserungen, die nicht zuletzt für den amerikanischen Markt vorgenommen worden waren. Von den knapp 49 000 zwischen 1963 und 1971 hergestellten Pagoden wurden nämlich fast 20 000 in die USA ...
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