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... einer kleinen Dimension. Ein idealer Name also für den 508, könnte man meinen, aber nur in Italien. Ausserhalb Mussolinis Reich hatte Balilla einen derart schlechten Beigeschmack, dass der Name von den Importeuren sorgfältig aus allen Unterlagen gestrichen wurde. In Verkaufsprospekten hiess er meist schlicht Fiat 508. In Frankreich teilte ihm die Steuerbehörde 6 Steuer-PS zu, weshalb er dort Fiat 6 CV genannt wurde. Premiere feierte der 6 CV im Herbst 1932 im Pariser Grand Palais. Er kam gut an. Sein Preis entsprach mit gut 15 000 Francs für die billigste Version zwar immer noch einem Jahresgehalt eines durchschnittlichen Angestellten, aber andere Autos waren noch teurer, und zudem durfte der geneigte 6-CV-Käufer den Wagen auch binnen 12, 15 oder 18 Monaten abzahlen. Viele Franzosen liessen sich wohl auch vom Slogan «100% française» begeistern und bestellten ein Exemplar. Der frühere Fiat-Importeur und jetzige Fiat- Hersteller Pigozzi hatte bald alle Hände voll zu tun. Eine Fabrik hatte er nicht, nur eine kleine Werkhalle, also schloss er Verträge mit anderen Werkstätten in der Umgebung ab, die für ihn Teile fertigten. Die Carrosserien entstanden beim renommierten Carrossier Kelsch in Paris- Levallois. Bei Pigozzi in Suresnes wurden die Autos schliesslich zusammengesetzt. Das Montageband war zwar nur ein paar Meter lang, trotzdem schaffte Pigozzi es ...
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