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... in den Fingern juckt, noch ein bisschen schneller zu sein und noch ein bisschen schneller, da geht der Circuit Bugatti in einer Haarnadel nach rechts ab. Ein Fiasko. Und ein Fiasko war auch das Ren nen, vielleicht 4000 Zuschauer, desinteressiert, leere Tribünen, ein Rennen ohne Spannung, und alle, die damals vergrämt nach Hause fuhren, sagten sich: «Nie wieder Le Mans.» Ungerecht vielleicht, denn man kann gerade diesen Grossen Preis nicht mit dem Begriff «Le Mans» an sich identifizieren. A b e r t r o t z d e m , d e r S t a c h e l w a r d a , a u c h i m B e wusstsein der Tatsache, welche Ausstrahlungs kraft hinter dem Begriff der 24 Stunden liegt: Blutrote italienische Sportwagen kämpfen Rad an Rad mit stolzen, «racinggreen»en Fahrzeugen aus England, blauen aus Frankreich und weissen aus Deutschland, dröhnen entlang der Mulsan negeraden, schlingern beim Anbremsen, durch drehende Räder beim Beschleunigen, Hektik an den Boxen, Faszination beim Publikum, Span nung und Dramatik überall. Möglich, dass es so gewesen ist, die alten Hasen schwärmen ja heute noch davon, und wie alles Vergangene umgibt auch das Le Mans von gestern ein Glorienschein - nur: es muss wirklich lange, sehr lange her sein. Das Le Mans 1971 zeigt sich anders. Die blut roten italienischen Sportwagen sind zum Gross tell verschwunden, der übriggebliebene Rest Staf fage, der einzige konkurrenzfähige ...
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