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... nicht eben allzu rühmlich aus der Affäre — und wir Europäer empfinden einen sehr üblen Nachge schmack. Zwei tödlich verunglückte Fahrer, viel Flammen, viel Geschrei und viele Sensations-Funkbilder, die in den Zeitungen aller Welt erschie nen, sind das peinliche Fazit des mo dernen Wildwest-Dramas von Indy. Wir könnten nun sagen: «Was geht u n s d e n n d a s a n , w e n n i m M i t t e l w e sten zwei Fahrer tödlich verunglücken und einige Tausend Liter Treibstoff vor den Augen einer Viertelmillion hartgesottener Yankees verbrennen?» Theoretisch könnten wir so reagieren. N u r k a u f t u n s n i e m a n d d i e s e R e a k t i o n ab. Denn alle Welt identifiziert Indy m i t d e m A u t o m o b i l s p o r t . I n d y = Automobilsport, heisst die Gleichung. Und daher ergibt das Ergebnis für alle, die schon einmal vor einem Fern sehapparat oder vor einer Wochen schauleinwand sassen: Automobil sport = Flammen, herumfliegende Autos, Rauch, auf der Strasse lieaende Fahrer, Chaos. Und dazu: (um das Bild abzurunden) Girls in Stiefeln und dafür mit kurzen Röckchen, Jazz musik, Theater. Kann man es da noch jemandem übelnehmen, wenn er von «Brot und Spielen» spricht? Da nützt es herzlich wenig, wenn die Zuschauer in Indy hervorragend ge schützt sind und nie in Mitleiden schaft gezogen werden. Da nützt es auch wenig, wenn oft keine tödlichen Unfälle passieren (wie das von 1958 bis ...
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