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... schwer. Der Vergleich ist unfair, weil der Benz ein 1969er Modell ist und längst nicht mehr gebaut wurde, als der Daimler auf den Markt kam. Aber der Mercedes kostet rund das Doppelte des Daimlers, und ich schätze, ich habe erwartet, dass der 6.3 seinem Namen alle Ehre machen würde. Nicht erwartet habe ich hingegen, dass der Double Six so tüchtig sein würde, wie er am Ende gepunktet hat. Ich dachte zunächst, er könnte in der Parkbucht neben dem Benz ein bisschen billig und gewöhnlich wirken. Aber das war nicht im Geringsten der Fall. Beide Wagen repräsentieren den ultimativen Gipfel der Mechanikerkunst und des Ingenieurwesens in Westeuropa, bevor die künstlich herbeigeführte Ölkrise von 1973 alles veränderte. Danach rannten die meisten Automobilisten dem Gebot der ökonomischen Vernunft hinterher und ließen derlei ist ein durchdrehendes, reifenzerfetzendes Muscle Car, das sich als Familienkutsche verkleidet hat. Jaguars Daimler Double Six kommt mit seinem Finish in dunklem Oxford-Blau wie aus dem Nichts, da praktisch geräuschlos. Die Schei ben sind getönt, und sobald der Wagen unter einer Straßenlaterne steht, glüht der dunkelrote Ochsenblut-Lederbezug in verführe ri schem Licht. Ein Nightclub auf Rädern. Die Fahrertür ist eher klein geraten, doch schon beim Öffnen beeindruckt das Aroma von Conol ly- Leder wie ein teures Eau de Cologne. Der Fah ...
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