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... erinnern. Das Selbstporträt von Andy Warhol (bei Christie’s 27 Millionen), ein Drip Painting von Jackson Pollock (58 Millionen), neulich ein Rothko für 87 Millionen. Der Unterschied zwischen Kunstmarkt und Gebrauchtwagen-Markt wird kleiner. Ich bin sowohl Profiteur (Profiteu se?), was meine Autos betrifft, als auch Geschädigte, was meine noch nicht gekauften Auto-Vorhaben betrifft. Strategische Investmentvergleiche in der Wirtschaftsoder auch Lifestyle-Presse zwischen Oldtimer-, Kunst-, Immobilienund Münz-Markt fallen immer öfter zugunsten des Automarktes aus. Da hüpft mein Herz. Endlich wird das Automobil in das Bewusstsein einer kulturinteressierten und kulturerhaltenden Schicht gerückt. Sie hat größtenteils den Wert unserer alten Autos vor dieser Preisentwicklung nicht so wahrgenommen. Das Auto als Kulturgut. Denn ist Kultur immer gut? Das Auto als Kulturgut ist nicht nur gut , sondern der wichtigste Antrieb unserer europäischen Kulturentwicklung im 20. Jahrhundert. Nichts hat unsere Gesellschaft mehr bewegt als das Automobil. In jeder Hinsicht. Über den Begriff »Automobiles Kulturgut« muss ich dagegen stolpern: Kulturgut ist per se Kulturgut, ohne erklärende Beifügung. Oder haben Sie schon mal von getanztem Kulturgut gehört? Oder »Freiem Künstlerischen Kulturgut«, architektonischem Kulturgut? Oder gar gekochtem? Vielleicht designtem? ...
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