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... zuverlässig. Viele solide Autos hätten noch viele Jahre gehalten, wären sie nicht per Abwrackprämie entfernt worden. »Alt« wird mit »veraltet« kodiert und damit zu »schlecht« – es steht nicht mehr für »alt geworden, weil eben auch gut«. War das Auto vor 30 Jahren noch Synonym für Freiheit, ist es heute bei den jüngeren eine möglichst zu vermeidende Notwendigkeit. Das gesparte Geld wird lieber für hippen Lifestyle ausgegeben. Appgesteuert lebt man pseudo-öko, ist metrosexuell und fliegt mehrmals im Jahr irgendwohin. Man ist unendlich flexibel und trägt am liebsten keine Verantwortung. Zusehends diskutiert werden Business und Perspektive der für konventionelle Oldtimerinteressierte unerreichbaren, medial ausgebreiteten Luxusrallyes mit bezahlten Promis. Fans der automobilen 70erbis 90er-Jahre auszuklammern, ist einfach (wo kämen wir hin, wenn die mitfahren dürften?), aber problematisch – beim Gros der Veranstaltungen werden die Baujahrsgrenzen nicht angepasst. Hier sich zu Wort zu melden, kommt schwerer Häresie und Gralsschändung gleich. Der geringe Nachwuchs wird so im Keim erstickt. Das »Garagengold Oldtimer« als oberste Prämisse hat uns auf einen entseelten Weg geführt. Ein Hobby kostet Geld. Kein Hobby davor hat es geschafft, steuerfrei so viel Geld in so manche privaten Taschen zu spülen. »Return On Investment« und Performance (hier = ...
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