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... seine Überlegenheit beraubt. Doch mit seiner Tüftler-Truppe hatte Chapman schon den nächsten Geniestreich parat: Ein Auto mit einem Hauptchassis für Karosserie und Seitenkästen, während das Fahrwerk für optimales Handling an einem Kohlefaser-Rahmen hing! Unglücklicherweise entsprachen weder das technische Demonstrationsmodell Typ 86 noch die Weiterentwicklung Typ 88 dem FISA-Reglement. Oder, um genau zu sein: sie entsprachen ihm nicht mehr, nachdem die Motorsportbehörde im Eilverfahren eine neue Regel verabschiedet hatte, die die Konstruktion illegal machte. Ein harter Schlag für einen wie Chapman. Wozu Renn sport, wenn Innovationen verboten werden? Konflikte dieser Art waren allerdings nichts Neues für den Briten. Schon als er in einer Werkstatt neben dem Pub seines Vaters mit dem Aufbau seiner Automobilmarke begann, begab er sich wiederholt auf unbekanntes Terrain. Sein Lösungsansatz war immer ein Spagat – zwischen dem, was erlaubt und dem, was illegal war, was möglich und was eigentlich gegen die Naturgesetze war. Sein technisches Genie zeigte sich früh. Wer sonst baute in den 1950ern ein Auto mit Glasfaser- Monocoque, drehfreudigem Voll-Aluminium-Motor und einer Karosserie mit einem cw-Wert von 0,29? Als die meisten Sportwagen noch mit brutaler Power statt Finesse punkteten, stellte er 1957 den äußerst gewagten Lotus Elite vor. Weil ...
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