Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Höllenspektakel veranstalten. Er liebäugelte mit einer Militärlaufbahn, erfolglos. Er versuchte sich im Motocross, ebenfalls erfolglos. Mit großem Erfolg dagegen arbeitete er als Versicherungsvertreter – er konnte einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen –, doch auch hier fand seine Seele keine Ruhe. Er veranstaltete eine spektakuläre Motorradshow (diesmal warf sein Fahrer das Handtuch) – und immer wieder gab es Gesetzesverstöße, kleine und nicht so kleine: Unterschlagung, Diebstahl, Schutzgelderpressung. Hieraus entstand auch sein Spitzname. Als er 1953 beim Diebstahl von Radkappen erwischt wurde, scherzte der Gefängniswärter, er habe es wohl mit ,Evil‘ Knievel (dem üblen Knievel) zu tun. Viele Jahre später nahm Knievel diese Bezeichnung auf, änderte jedoch die Schreibweise in ,Evel‘, um dem negativen Beigeschmack zu entgehen. So unstet wäre sein Leben wohl weitergegangen, wäre er nicht 1964 versehentlich durch ein Spiegelglasfenster geflogen, als er in angetrunkenem Zustand mit Motorradsprüngen anzugeben versuchte. Er überstand den Sprung unbeschadet unter dem allgemeinen Applaus der Zuschauer. Verdammt, war das einfach, dachte er bei sich, und organisierte sofort einen Event. Und noch einen. Und noch einen. Und bei jedem Mal packte er in Sachen Hype und Theatralik eins drauf – wie einst der amerikanische Zirkuspionier P. T. Barnum in ...
Kommentare