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... mit dem Wagen nicht oft in Turin unterwegs. Der Verkehr war kurz nach dem Krieg zwar noch überschaubar, dafür aber waren Straßen mit Plattenbelag, die geeignet waren, jede Mutter, jeden Bolzen und jede Niete zu lockern, noch verbreiteter als heute, und das Auto hatte damals nicht den elektrischen Kühler, der jetzt fast ununterbrochen läuft. Auch das Getriebe wäre kein Trost gewesen. Die oberen drei Gänge sind synchronisiert, und trotzdem verlangt jeder Schaltvorgang durch das Fünfganggetriebe Zwischengas, und auch dann knirscht es noch. Lange Geraden führen uns durch enge Häuserschluchten hindurch zur Innenstadt, das Heulen des kleinen Zweiliter-Zwölfzylinders hallt an noblen Geschäftsfronten wider. Hier wird man sich bewusst, wie klein dieses Auto wirklich ist: etwa so lang wie ein Fiat 850 Spider, und die Cockpitplanken scheinen in Höhe des Nabels zu enden. Wir bahnen uns unseren Weg von der Piazza San Carlo zur Piazza Vittorio Veneto, auf der seit zwei Jahrhunderten Paraden und Feste abgehalten werden, weiter zu Agnellis ehemaliger Stadtresidenz (deren Adresse wir aus Respekt vor dem heutigen Besitzer mal mit den Worten – Überraschung! – ganz in die Nähe des Königlichen Palastes verorten), und schließlich hinaus aus der Stadt in Richtung Villar Perosa südwestlich von Turin, zum Familienanwesen der Agnellis. Es zu finden, ist unerwartet ...
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