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... Enzo Ferrari kleidete sich konservativ – die Vermarktung des Cavallino Rampante würde ihn vermutlich schaudern lassen. sonstigem Zubehör in bis dahin unerschlossene Verbrauchermärkte. Doch viele Jahre lang konnte man ein Cavallino Rampante nur erwerben, indem man das exklusive Auto kaufte, an dem es angebracht war. Oder man hatte das Privileg, von dem großen, alten Mann eine Präsentationsuhr geschenkt zu bekommen. Heute kann man ein offiziell abgesegnetes Cavallino Rampante auf einer unüberschaubaren Anzahl von Kleidungsstücken und Zubehörteilen erwerben, vom T- Shirt bis zur 1200 Euro teuren Lederjacke, oder vom 6er-Bleistiftset für 25 Euro bis zur Ablageschale aus Karbonfaser für über 300 Euro. Ich fürchte, Enzo Ferrari wäre mit all dem nicht einverstanden. Er kleidete sich einfach und lebte ausschließlich für seine Autos. Seine Philosophie war es, Exklusivität dadurch zu erzeugen, dass, wie er einmal sagte, «ein Auto weniger gebaut wird, als der Markt haben möchte«. Kurz nachdem der alte Mann seine Firma an Fiat verkauft hatte, wurde der angesehene Automobiljournalist Griffith Borgeson in Ferraris Privatbü- ro eingeladen. Borgeson fiel auf, dass es, obwohl ziemlich groß, fast leer war. An den Wänden hingen nur drei Dinge: ein Foto seiner Frau, ein Gemälde eines roten Rennwagens in voller Fahrt und ein Farbposter von Francesco Baracca ...
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