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... lässt es laufen und geht dann aufs Gas. Je älter das Auto, desto früher musst Du wieder aufs Gas. Bei diesem 911 muss man rechtzeitig, nachdem man gebremst hat und in die Kurve geht, wieder aufs Gas steigen – sonst überholt Dich das Heck!« Die Lenkung gehe aber schwer, fällt van Lennep nun auf. »Auch der Geradeauslauf ist nicht gut, da müssen sie mal die Geometrie prüfen. Und ich muss die ganze Zeit mit Zwischengas schalten. Doch sonst fühlt sich das Auto gut an, auch der Motor ist bestens in Schuss«, gibt er zu Protokoll. Wir sind nun in unserer zweiten Runde und schieben uns zügig an einer Alpine und am Rover-BRM vorbei. »Er mag es nicht, langsam gefahren zu werden«, sagt van Lennep wie zur Entschuldigung, »Doch ich drehe heute nur bis 7500. Auch wenn es sich aus deiner Perspektive vielleicht wie 8000 anfühlt ...« Für mich ist aber ohnehin alles bestens. Der Motorsound und die Aussicht sind typisch 911, nur neu interpretiert für ein Highspeed-Parallel-Universum. Das Serienarmaturenbrett ist halb ausgeschlachtet, hat einen bis 10.000 U/min gehenden Drehzahlmesser und auf der Oberseite einen Überzug aus nicht reflektierendem Stoff. Der Boden ist nacktes Blech, auch die drei Speichen des Momo Prototipo-Lenkrads sind ungepolstert, dafür aber durchlöchert. Der Überrollkäfig ist weniger massiv als gedacht, doch die Sitze sind echte Rennschalen ...
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