Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Ihr 1807 patentierte »Pyreolophor« bereitete den Viertaktmotor vor, wie er 1876 von Deutz in Köln produziert wurde. Das Automobil war von Beginn an eine Inspirationsquelle für Fotografen, die Weiterentwicklung beider Technologien lief Hand in Hand, und es ist erstaunlich, dass diese Wechselwirkung nun zum ersten Mal von einem Museum zum Thema gemacht wird. 400 Fotografien aus einem ganzen Jahrhundert zeigen, wie Autos unsere Landschaften und Städte verändert, Industrien geformt und vor allem unsere Sehnsüchte transportiert haben. Und das nicht nur in der Fotografie, genauso in Literatur und Kino, die das Genre »Road Trip« schufen. Montagen aus Filmszenen von Godards »Weekend« über »Fantomas« bis »Thelma und Louise« zeigen, wie das Auto zum Vehikel eines Aufbruchs in die Freiheit wurde. Gerade die älteren Fotos in der Ausstellung wirken wie ein melancholischer Abgesang auf eine Epoche: Die einstigen Lebensadern der Stadt sind heute chronisch verstopft, die Luft verpestet, die Menschen vom Auto versklavt – so zeigen es die Arbeiten von Alejandro Cartagena, der 2012 mexikanische Pendler, zusammengepfercht auf Pickup-Ladeflächen, bei ihrem langen Weg zur Arbeit dokumentierte. Automobil und Fotografie seien schon längst in ein neues Zeitalter aufgebrochen, meint der Kurator Philippe Séclier: Mit selbstfahrenden, ...
Kommentare