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... (1933-2003) war der Sohn des Fürsten Aga Khan III., des geistlichen Oberhaupts der ismailitischen Nizariten – eine islamische Glaubensgemeinschaft, die hauptsächlich in Indien lebt und vor knapp 1000 Jahren als Assassinen durch Attentate berüchtigt war. Davon war natürlich 1954 längst keine Rede mehr, als der 21-Jährige Prinz einen Flügeltürer bestellte. Und Geld dürfte in der Familie ebenfalls kaum ein Thema gewesen sein. Noch heute schätzt man das Vermögen seines Neffen, des regierenden Aga Khan IV., auf mehr als zehn Milliarden Euro. Der Prinz gehörte im besten Sinne zum schillernden Jet-Set. Ein Kosmopolit, geboren in Frankreich, mit Wurzel im Iran und einer Wahlheimat Schweiz, wo er von 1965 bis 1977 als Hochkommissar des Flüchtlingshilfswerks UNHCR für die Vereinten Nationen tätig war. Auch für den Schutz der Natur und die Tiere setzte sich Aga Khan vehement ein. Doch zurück zu seinem vermutlich nicht ersten, aber aufregendsten Auto, dem Flügeltürer mit der Nummer 198.040.4500008. Der achte jemals hergestellte Serien-SL (W 198 I). Nicht einmal ein Jahr zuvor hatte der Daimler-Vorstand überhaupt erst die Produktion der Baureihe genehmigt. Verursacher war, wenn man ihn mal so nennen will, der geniale Autoverkäufer Max Hoffman aus den USA (siehe Seite 110). Und der forderte spektakuläre Modelle für den amerikanischen Markt. Zwar bestellte er ...
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