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... hat die Grenzen der Zeit gesprengt. Und Drama war damals wichtiger als perfektes Design.« Woran aber ist es festzumachen, das Drama? »Bei Giugiaro oder Gandini oder anderen Vertretern der großen italienischen Designhäuser hätte man ein Auto mit klassischperfekten Proportionen bekommen. Doch Towns ging es um etwas anderes, etwas Gewagteres. Sehen Sie ihn sich doch nur an: Mit dieser ultraflachen Haube und der stark geneigten Frontscheibe sieht er aus wie eine Designzeichnung, nicht wahr? Ich kann mir vorstellen, wie die Fertigungsexperten bei größeren Firmen als Aston Martin gesagt hätten: ‚Keine Chance!‘ Aber weil wir die Autos mit der Hand gebaut haben, konnten wir sagen: ‚Aber klar, so einen Kotflügel kann ich machen!‘« Für Reichman ist dieser Punkt wesentlich. »Das ist der Vorteil einer ehrgeizigen kleinen Firma mit einem mutigen Designer. Bei einer größeren Firma wäre zwischen Reißbrett und Produktion viel vom Charakter des Lagonda verlorengegangen. Ich bin davon überzeugt, dass mittlerweile – wo mehr und mehr Concours- Events auch jüngere Fahrzeuge zulassen – der Lagonda eine neue Bühne gefunden hat.« Abgesehen von seinem extravaganten Stil ist eines der auffälligsten Merkmale des Lagonda die Geschwindigkeit, mit der er vom Zeichenbrett in die Realität fuhr. Das sanierte, aber zu diesem Zeitpunkt noch immer sehr gefährdete Unternehmen ...
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