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... ohne Sponsoren, ohne Werksunterstützung. Die Familie wird 1945 aus dem Sudetenland vertrieben und findet mittellos Zuflucht im schwäbischen Leonberg. Gerhard macht eine Lehre als Kfz-Mechaniker und kann eine fast schrottreife NSU-Fox wieder zum Fahren bringen. Damit nimmt er, gerade 17, an Motorradrennen teil – anfangs gegen den heftigen Widerstand seines Vaters. Aber er kämpft sich durch, 1955 wird er sogar deutscher Junioren-Meister. Und als man 1959 die Formel Junior einführt, sieht er seine Chance in der Vierrad-Fraktion. Er baut sich einen eigenen Wagen, mit einem Zweitaktmotor auf DKW-Basis. Der Erfolg gibt ihm recht: Deutscher Meister 1960, Vizemeister 1961. In fünf Jahren – da meist mit einem Lotus unterwegs – mehr als 30 Siege. Das hindert ihn nicht, nebenher noch drei Autobetriebe zu leiten. Der Einsatz in der Formel 1 bleibt nur ein Gastspiel, aber man ist auf ihn aufmerksam geworden. 1965 bietet ihm Porsche einen Werksvertrag für Bergund Langstreckenrennen. Mitter lohnt es mit gleich drei Titeln als Europa-Bergmeister: 1966-67-68! Nach einem Unfall tritt er sogar mit einem Gipsfuß an – und gewinnt so die nächsten drei Meisterschaftsläufe. Auf der Langstrecke sammelt er immer wieder vordere Plätze, und 1969 gelingt der ganz große Triumph: Sieg bei der Targa Florio in Sizilien. Sein Fernziel bleibt aber immer die oberste Rennklasse. ...
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