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... Jetzt wurde wochenlang, immer sonntags, das Ritual wiederholt. Die Oma beschaffte vom Dachboden weitere in die Jahre gekommene Spielzeugautos aus der Zeit, in welcher der sonntagsmüde Herr Blanck selbst noch ein aufgeweckter Junge war und die vierrädri gen Lieblinge hunderte Male auf dem Wohnzimmerteppich hat aufund abfahren lassen. Immer mehr Szenen stellten Papa und Sohn nach, immer mehr Kinderzimmerhelden kamen von Freunden und Bekannten dazu – und immer mehr Fotos sind entstanden. Von geliebten, gestreichelten, beschmutzten oder in die Ecke geworfenen und geküssten Miniatur-Automobilen von Matchbox & Co., mal aufeinander gestapelt, mal nebeneinander stehend. Manches Schmuckstück mit zärtlichen Gebrauchsspuren wurde solo in Szene gesetzt, andere mit Weihnachtsbaum beladen oder mit dem früher obligatorischen »Ein Herz für Kinder«- Aufkleber versehen. »Die Resonanz aus dem Freundeskreis auf die Bilder war überraschend und motivierend«, erinnert sich der 40-Jährige. Alle wollten eine Kinderzimmerhelden-Fotografie ihres persönlichen Lieblingshelden. »Mir war klar, dass das Auto-Thema für große und kleine Jungs emotional sein würde.« Doch diese vielen leuchtenden Augen haben Christian Blanck geradezu überwältigt. Ab da gab es kein Zurück mehr. Er packte die Fotos seiner Kinderzimmerhelden in einen Koffer und zeigte sie ...
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