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... Der interessanteste Ort lag direkt hinter seinem Haus: ein Familienbetrieb namens Ceirano, der Fahrräder und später Autos herstellte. Dort trat Lancia mit 17 seinen ersten Job an. Offiziell als Buchhalter, zweifelsohne ein Zugeständnis an seinen Vater, der darauf bestand, dass sein Sohn eine handfeste Ausbildung absolvierte – also nicht als Ingenieur. In Wirklichkeit war er Mechaniker. Und zwar ein guter, mit einem instinktiven Verständnis für Technik. Als Fiat kurz nach seiner Gründung Ceirano im Jahr 1899 übernahm, ging Lancia mit, wurde Testfahrer und kurz darauf danach Werksrennfahrer. Seine Laufbahn im Motorsport währte nicht lange. Nicht aus Mangel an Talent – im Gegenteil: Lancia war gewöhnlich der Schnellste auf der Strecke, schneller als sein legendärer Teamkollege Felice Nazzaro –, doch auf der Strecke verwandelte sich der sonst gut gelaunte und umgängliche Lancia zum ungestümen Kämpfer, dem Motoren nicht immer standhielten. 1906 fasste er den Entschluss, seinen Enthusiasmus für Automobile auf einem anderen Gebiet auszuleben. Im November gründete er im zarten Alter von 25 die Firma Lancia & C., um selbst Autos zu bauen. Hier erwies sich seine Kindheit als hilfreich. Lancia-Automobile waren schon bald für ihre Qualität, ihre Exklusivität und ihr gutes Fahrverhalten bekannt. Vincenzo Lancia nutzte alles, was er je gelernt hatte. ...
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