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... waren VIP- Pässe zu dieser Zeit noch unbekannt und die Pitlanes offen für jeden, der dem Rennfieber ganz nahekommen wollte. Und so kommt Traum zu Zufall: Ciccio überredet den Alfa-Piloten Nanni Galli, sich von ihm ein paar Rennschuhe machen zu lassen. Aus weichem, widerstandsfähigem Kalbsleder, ohne Absatz, mit dünner Sohle. Er gewinnt damit zwar nicht – aber irgendwie muss der italienische Schönling mit seinen außergewöhnlichen Schuhen die anderen Fahrer beeindruckt haben. Und so pilgerten immer mehr von ihnen in die kleine Werkstatt in Cefalùs Altstadt, um sich ihr individuelles Paar anmessen zu lassen. Die Legende, dass die Fahrer am Vorabend der Targa Florio bei Ciccio vorbeischauten und sich am nächsten Tag ihre maßgeschneiderten Schuhe abholen konnten, stimmt im Übrigen nicht. Bis zu zwei Wochen braucht Ciccio, um ein Paar in reiner Handarbeit herzustellen. Mit einem Schuhmachermesser schneidet er die passenden Lederstücke passend zu den Fußumrissen aus, zieht sie über die Leisten, verklebt die einzelnen Teile und Säume und näht am Ende alles auf einer Nähmaschine, die noch aus den Anfangstagen der Targa Florio zu stammen scheint, mit der hauchdünnen Sohle zur perfekten Passform zusammen. Trotzdem war die Zeit der Targa Florio immer ganz besonders arbeitsreich für ihn. Denn der Abstecher in die unscheinbare Werkstatt in der ...
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