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... NICHT KLEINLAUT Der 10,6-Liter-V12 ist ein episches Werk automobiler Ingenieurskunst; die sichtbaren Ventilfedern und Kipphebel müssen vor jedem Start geölt werden; am Lenkrad sollte man sich vor allem sehr gut festhalten ... sich in das enge Cockpit. Auf der arglos daliegenden Route Nationale brachte Thomas den Koloss trotz eines komplett von der Speichenfelge abgesprungenen Reifens bei der Gegenmessung auf eine Geschwindigkeit von 230,17 km/h. Weltrekord gebrochen, Thema erledigt. Nicht ganz, denn auch der Engländer Ernest Eldridge ließ sich im stimmungsvollen Arpajon blicken. Der brachte seinen gigantischen Fiat Mefistofele mit und besaß die Unverfrorenheit, seinen 21,7-Liter-Renner kurz darauf auf 234,96 km/h zu beschleunigen. Wie gewonnen, so zerronnen. Die Franzosen entschieden das Ergebnis am Verhandlungstisch, gewohnt durchtrieben: Da der Mefistofele keinen Rückwärtsgang hatte, wurde er disqualifiziert. Louis Delâge behielt seinen Weltrekord, der DH kam in den Schauraum in Paris und wurde mit großem Getöse als »Schnellstes Auto der Welt« angepriesen. Thema durch. Wieder nicht ganz: Sir Ernest ließ sich nicht die Regeln derart um die Ohren hauen, also wies er seinen Mechaniker an, Mefistofele einen rudimentären Rückwärtsgang zu verpassen. Sechs Tage später war er zurück in Arpajon, nur um diesmal regelgerecht mit 233,35 km/h den Rekord ...
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