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... zuvor drehte Glaubrecht noch die letzten Runden: »Das lief alles einwandfrei«. Nun bauten sich dreißig prominente Beobachter hinter einem aufgeschütteten Schutzwall auf, aus Angst vor dem explodierenden Wasserstoffperoxid. »Und ich wäre beinah vor Scham im Boden versunken, weil ich die Turbine nicht starten konnte. Erst nach acht Minuten hatte ich entdeckt, dass ein Schlauch gelockert war und sich wohl Luftblasen im Gemisch gebildet haben mussten.« Gespannt beugen wir uns nun über das altmodische Tonbandgerät und hören es wimmern, zischen, klappern, klopfen und dazu die oberschlauen Bemerkungen und Ratschläge der vermeintlichen Experten, die diese Startversuche verfolgen: »Verteiler trocknen! Erst mal richtig vorglühen! Jetzt muss er kommen!« Das kommentiert der Erfinder nur trocken mit: »Die hatten natürlich alle keine Ahnung.« Dann gibt das damals unter dem Sitz deponierten Gerät das befreiende Heulen der Turbine wider, dazu Glaubrecht, der laut schreit: »Drehzahl viertausend Umdrehungen! Jetzt 11.500 Umdrehungen! Druck fünf Atü!« So euphorischbeflügelt muss sich auch Gottlieb Daimler nach der ersten erfolgreichen Probefahrt 1886 im Motor-Wagen gefühlt haben. Doch die Promi-Zeugen der historischen Premiere des Turbinen-Wartburgs verhielten sich merkwürdig neutral und indifferent. Ob den damaligen Ent scheidungsträgern klar war, welch ...
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