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... Kino. Es lässt sich nicht leugnen, die Pagodenform hatte auch unbestreitbare Nachteile. Betrachten wir dieses Auto mit heutigen Augen, so heißt der schärfste Widersacher Aerodynamik. Die Fakten liegen schonungslos auf dem Tisch: Gegen- über dem 190 SL mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,461 verschlechterte sich der cW-Wert des 230 SL mit aufgesetztem Pagodendach auf 0,515 – mit geschlossenem Stoffdach betrug er immer noch 0,481. Doch gedanklich sind wir im Jahr 1963, eine nicht perfekte Luftumströmung im Detail interessierte damals weniger, auch nicht der daraus resultierende erhöhte Kraftstoffverbrauch. Das waren Feinheiten, die man noch ignorieren oder zugunsten anderer Ziele opfern durfte. Damals. Ungeachtet dessen machte die faszinierende Dachform Karriere, besser gesagt: Furore. Sie schlug ein wie eine Sexbombe der Swinging Sixties, polarisierte, faszinierte, schreckte auf und ab. Sie war es, die dem Zweisitzer bereits während seiner Bauzeit im Volksmund zum Kosenamen Pagode verhalf. Eingebrannt bis heute im Gedächtnis. Solche Aufmerksamkeit, Liebe, oder kurz: Ehre wurde nur wenigen anderen Fahrzeugen in der Geschichte zuteil. Die Hall of Fame, sie hat noch Platz. DIE KONKAVEN GRUNDFORMEN ... der Pagode gehen in späteren Entwürfen Bracqs – wie beim Projekt K55 von 1964 – über die Form des Dachs hinaus SKIZZEN VON BELA ...
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