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... verjüngte Heckpartien oder umlaufend verglaste Windschutzscheiben waren nicht mehr nötig, um cw-Werte unterhalb von 0,30 zu erreichen. Man muss sich nur den damaligen Audi 100 anschauen: Dessen Keilform und die kesselförmigen Seitenbleche sprechen Bände. Wie der DER LEY T6 ... ist 1922 im Zeppelin-Windkanal ent stan den. Jarays Audis bewegten sich schon ein Jahr später in Berlin Design-Kritiker und OCTANE-Kolumnist Stephen Bayley sagte: »Der 100 hat mit seinen klaren Oberflächen und seiner offensichtlichen Intelligenz eine Audi-Designsprache etabliert, die ein Vierteljahrhundert gehalten hat.« Heute, dreißig Jahre später, müssen die Marketingexperten nicht länger über die Aerodynamik von Fahrzeugen referieren – jeder Wagen trägt sie in seinem Design. Sie ist so selbstverständlich wie Motor oder Räder. Aber nach Jahren der Stille hatte man bei Audi anscheinend den Wunsch, sein Stromlinien- Erbe erneut in den Fokus zu rücken; auch wenn dies eher der Ästhetik als dem technischen Fortschritt geschuldet ist. Der Luftwiderstandskoeffizient des A5 beträgt übrigens 0,29. Nicht viel weniger als der des 100ers von 1982 und – passend zum Mythos – ein gutes Stück hinter dem Tatra T77. Aber immer noch windschlüpfrig genug. Paul Jaray wäre stolz darauf, dass sein Vermächtnis als Aerodynamiker immer noch intakt ist. Seine Autos, anfangs als Ungetüme ...
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