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... Hergé. Als die Zeitung, die ihn als Laufburschen beschäftigte, eine humorvolle Rubrik im Walt-Disney-Stil einführte, bekam er mit 21 einen Fuß in die Tür. Da wurde der Pfadfinder Totor 1929 zum Reporter Tim. Die Erlebnisse des unerschrockenen Tim, Aufdecker von Mysterien und Retter der Unterdrückten, waren umgehend erfolgreich. Extrem erfolgreich. Eigenständige Alben folgten, Hergé wurde für die packende Action ebenso gerühmt wie für seinen Maßstäbe setzenden Stil. Als 1975 seine letzte Veröffentlichung erschien, konnte er auf 24 Tim-Abenteuer zurückblicken, die in über 70 Sprachen übersetzt worden waren. Seine Fangemeinde reichte von Andy Warhol bis Charles de Gaulle. Doch das mit dem Erfolg ist eben so eine Sache, frei nach Oscar Wilde: »Es gibt nur zwei Tragödien im Leben. Die eine besteht darin, dass man nicht bekommt, was man sich wünscht, und die andere darin, dass man es bekommt.« Schon früh geriet Hergé in eine kreative Krise, konnte sich nicht motivieren, träumte vom ewigen Weiß (wie in Tim in Tibet später verwirklicht). Dann wurde ihm vorgehalten, im von Nazis besetzten Belgien kollaboriert zu haben – bis ihn ein Held der Résistance entlastete und sein Verleger wurde. Schon vor dem Krieg reagierte Hergé überempfindlich auf Kritik, wenn zu Recht geäußert, nahm er sie sich zu Herzen (und recherchierte später akribisch penibel), wenn zu ...
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